KaWie Teil 4: Wien #OneNightInVienna

Was machen Coasterfriends wenn sie in Wien sind? Natürlich sind wir direkt zum Prater gefahren. Naja nicht direkt. Nachdem wir im Hotel angekommen sind mussten erstmal ein paar Vorräte aufgestockt werden. Etwas zu essen und zum trinken für die letzte Nacht im Hotel. Auch wenn es für einige eine sehr kurze Nacht im Hotel werden sollte, dazu aber später mehr.

Auch wenn der Tag schon lang war konnten wir es uns natürlich nicht nehmen lassen den Abend zu nutzen und zum Prater zu fahren. Neben der ein oder anderen Kirmes Attraktion gab es dort immerhin ganze 12 Counts einzusammeln und damit wollten wir schonmal beginnen.

Vorher aber noch kurz ein paar Infos zum Prater selbst. Hier in Wien hat man mitten in der Stadt eine permanente Kirmes aufgebaut. Allerdings ist das Gelände des Praters deutlich größer als die „Wurstelprater“ genannte Dauerkirmes. Heute blieben wir zum counten auf dem Wurstelprater aber morgen würden wir dann auch noch etwas vom restlichen Prater Gelände sehen.

Da für mich ein kleines Jubiläum auf dem Plan stand seilte ich mich zusammen mit Patrick von der Gruppe ab und wir gingen direkt zur Hochschaubahn. Hier sollte ich jetzt meinen 200sten Count einsammeln. Dafür wollte ich eine der besonderen Bahnen fahren und da kam diese historische Bahn aus dem Jahr 1950 genau richtig.

Da der Prater noch 11 weitere Bahnen zu bieten hat ging es danach weiter über den Platz. Die Hochschaubahn ist eher im hinteren Bereich des Platzes und so arbeiteten wir uns jetzt weiter nach vorne durch. Die nächste Bahn war dann Maskerade. Ein indoor spinning coaster der gar nicht mal schlecht aber viel zu kurz ist.

The Race war die nächste Bahn und hier trafen wir auf einen großen Teil der Gruppe und der Schausteller war sehr überrascht, mehr als einen ganzen Zug voller Erwachsener in seiner Bahn zu sehen. Normalerweise wird der Kiddy Coaster eben nur von Kindern mit ihren Eltern gefahren. Counter trifft man hier wohl eher seltener.

Wieder zu zweit landeten wir dann beim Megablitz. Sehr versteckt am Rand des Praters ein absolutes Highlight wie ich finde. Von außen sieht die Bahn einfach nur alt und unscheinbar aus während die Fahrt dann wirklich gut ist und einige Überraschende Momente hat.

Vier weitere Counts haben wir an dem Abend noch geschafft. Am spannendsten davon wäre vielleicht noch der Vekoma Boomerang. Erst fragt man sich was denn an einem Boomerang so spannend sein kann aber dieser hier hat tatsächlich etwas an Thematisierung und daher einen Tunnel vor dem zweiten Looping. Außerdem machen die neuen Sunkid Züge die Fahrt sogar relativ angenehm.

Mit etwas Sorge sind wir auch schon direkt am ersten Abend den flying Coaster Volare gefahren. Man hört ja sehr viel schlechtes über die Bahn aber ich finde wenn man einmal herausgefunden hat wie man sich richtig in dem Wagen festhalten oder besser gesagt einklemmen kann ist sie recht ertragbar.

Zusammen mit der gesamten Gruppe waren wir auch noch im Rollercoaster Restaurant. Kennt man ja auch aus dem Europapark nur gab es hier noch alle paar Minuten eine kleine Show von zwei Robotern. Muss man nicht gut finden und das Essen war soweit okay, wenn auch nichts besonderes.

Später am Abend waren wir leider in sehr viele kleinere Gruppen aufgeteilt aber so ergab sich trotzdem noch das ein oder andere Getränk in Wien und noch später (…oder sollte man sagen früher?) ein schöner Spaziergang durch Wien zurück zum Hotel. Uber fahren war uns einfach zu langweilig. Wenn wir schon in Wien sind wollten wir auch etwas sehen von der Stadt.

Wenig Schlaf später ging es nach dem Frühstück wieder mit der Gruppe in die Innenstadt von Wien. Hier sollten wir heute keine übliche Stadtführung haben sondern eine kleine Rallye auf denen Aufgaben zu lösen waren. Bei bestem Wetter konnten wir so die Stadt sehen und auch einiges über Wien und deren Geschichte lernen.

Weiter ging es anschließend auf dem Prater. Hier gab es noch ein paar fehlende Counts aber vor allem eine Führung von einem der Schausteller. Angefangen mit dem Vienna Flight hatten wir direkt ein kleines verrücktes Erlebnis welches wir wohl alle übersehen hätten, denn dieses Flying Theatre? hat zwar einen etwas chaotischen Film aber es lohnt sich durchaus sich das mal anzuschauen.

Weiter ging es dann mit der klassischen Schiffschaukel und einer Fahrt mit der Lilliput Bahn. Hier waren wir dann auch zum ersten mal Backstage und es wurde uns die Werkstatt der Schmalspurbahn gezeigt. Besonders spannend war hier, dass man schon an ein einer Wasserstoff Lok für die Bahn arbeitet. Die Fahrt mit der Bahn brachte uns dann über einen großen Teil des Praters, bisher waren wir ja nur im Wurstelprater unterwegs.

Nach der Rundfahrt ging es dann wieder zur Hochschaubahn. Hier durften wir auch in die Katakomben der Bahn schauen, sehr spannend und macht sie als meinen 200.sten Count nochmal etwas besonderer. Fahren durften wir dann auch nochmal eine Runde.

Auf dem Freefall Turm konnten wir uns Wien und den Prater dann auch nochmal aus 90 Metern Höhe anschauen.

Bevor wir dann zum letzten Count und sogar zur letzten Bahn des Tages weitergegangen sind wartete noch eine Fahrt auf dem Airmax auf uns. Die letzte Bahn war dann aber erreicht und wir fuhren zusammen die Teststrecke. Immer wieder ein Genuss Schwarzkopf Bahnen fahren zu können.

Danach war unser kleiner Trip nach Polen und Österreich aber auch leider schon wieder vorbei. Wieder war es ein unvergessliches langes Wochenende mit den Coasterfriends, leckerem Essen und natürlich vielen tollen Bahnen und Attraktionen.
Unser Flug verspätete sich etwas aber dann hieß es auch schon wieder Abschied nehmen. Kleiner Trost war immerhin, dass zwei Wochen später eine weitere unvergessliche Reise auf uns warten sollte.