KaWie Teil 3: Legendia #ExtraParkTime

Früh gings los heute. Also wirklich früh. Da das Legendia extra 2 Stunden vor Parköffnung eine Führung für uns machen wollte gab es um halb sieben schon Frühstück, um viertel nach sieben mussten wir bereit zum losfahren sein und da wir abends in unserem nächsten Hotel in Wien sein sollten, mussten wir auch schon unsere Koffer gepackt dabei haben.

Also zu Fuß quer durch die Innenstadt zum Bus und dann nur etwa 20 Minuten Fahrt bis zum Park Legendia Śląskie Wesołe Miasteczko. Heute nennt sich der Park aber eigentlich nur noch Legendia, während er früher übersetzt „Schlesicher Freizeitpark“ hieß. Der Parkplatz war natürlich noch leer und für uns ging es dann direkt zum Eingang wo wir nach ein paar Minuten auch schon empfangen wurden.

In der Main Street wurde uns einiges über Polens ältesten Freizeitpark erzählt und einen ersten Blick auf den Lech Coaster gab es von hier auch schon. Schon im Jahr 1959 öffnete man erstmals die Tore für Besucher. Damals noch als klassischer kleiner Luna Park. Seit 2007 nimmt man aber, wie auch in anderen Parks üblich, nur noch einen Eintritt für alle Attraktionen.

Für uns ging es zuerst rechts herum um den See in den hinteren Bereich des Parks. Diabelska Pętla, die Teufelsschleife, war auf den ersten Blick schwer einzuordnen. Man denkt es wäre eine Schwarzkopf Bahn aber auf den zweiten Blick sieht man, dass dem leider nicht so ist. Stattdessen ist die grüne Bahn mit den zwei Loopings von Soquet. Eine kleine Besonderheit gab es hier aber trotzdem noch, denn im letzten Wagen hat man die Möglichkeit rückwärts zur Fahrtrichtung zu sitzen. Spaß macht die Bahn aber auch, die Loopings drücken und spürbare Schläge gibt es eigentlich nicht.

Da wir jetzt ganz hinten im Park waren ging es erstmal wieder zurück in Richtung Eingang. Unterwegs haben wir uns dann noch eine unheimliche Spielzeug Fabrik angesehen. Scary war sie tatsächlich, vor allem in der Schluss bremse.

Somit hatten wir den Teil rechts vom See hinter uns und konnten uns die andere Seite des Parks erkunden. Unterwegs natürlich immer den Blick zum heutigen Highlight und der Hoffnung sie wirklich fahren zu können.

Der Park hat aber nicht nur Achterbahnen zu bieten, sondern, seit 2018, auch einen dark shooter von Alterface. Man fährt hier Trackless durch die magische Welt der Basilisken. Eine Geschichte die zumindest für alle einheimischen Gäste bekannt sein sollte, da sie auf einer alten polnischen Sage beruht. Beginnend im Gilden Raum der Monster Jäger, kämpft man sich durch sieben verschiedene Bereiche, gespickt mit zahllosen Kreaturen. Ein unerwartet schöner Ride in diesem kleinen Park.

Heute war es angenehmen warm und daher ging es erst nach einem Eis weiter. Als nächstes stand Dream Hunters Society auf dem Programm. Neben der Scary Toys Factory der zweite Zyklon des Parks aber eigentlich nur eine weitere Bahn die zwischen uns und dem Lech stand. Hier waren wir immerhin etwas schneller durch als bei dem anderen Zyklon und konnten dann zügig weiter gehen.

Da wir immer noch alleine im Park waren konnten wir auch hier natürlich direkt durch die ganze Warteschlange bis zur Station gehen und endlich einsteigen. Hier wollte ich natürlich für die erste Fahrt in die erste Reihe. Hoch auf den Lift und dann runter in den verdrehten first Drop. Danach folgen, wie aus einem Guss, Kurven, Schrauben und Umschwünge. Besonders die Schraube durch die Station ist echt genial und einzigartig. Nach ein paar Wiederholungsfahrten mussten wir dann leider auch schon weiter aber nach dem Thriller gestern im Bus waren wir alle mehr als glücklich überhaupt den Lech Coaster gefahren zu sein.
Draußen wurde natürlich direkt diskutiert ob jetzt Hyperion oder Lech der bessere Coaster in Polen ist. Direkt vergleichbar sind die beiden Bahnen natürlich nicht aber mir persönlich gefällt Hyperion einfach etwas besser, weil ich den Typ Achterbahnen auch einfach mehr mag.

Während wir den Park dann verlassen haben kamen uns die ersten Firmen Gäste entgegen weswegen der Park an diesem Tag auch eigentlich gar nicht für die Öffentlichkeit geöffnet war und auf dem Parkplatz haben wir dann auch schon gesehen, wie viele tatsächlich heute im Park sein sollten. Der gesamte Parkplatz war schon voll und auf dem Weg raus aus der Stadt haben wir bis zum Stadtrand den Rückstau sehen können. Somit hatten wir wirklich Glück an dem Tag da wir alles geschafft haben und dabei noch eine spannende Führung durch den Park bekommen haben.

Wir waren somit sehr früh fertig mit dem Park und konnten uns auf den Weg nach Wien machen. Nach zwei Stunden auf der Autobahn gab es einen kurzen Stop beim großen M und nach etwa einer weiteren Stunde waren wir bei unserem Alpine-Coaster Stop im tschechischen Brno.

Mitten im Wald haben wir dann alle eine Runde auf dem Coaster gedreht. Die Bremse immer nach vorne gedrückt, geht es damit teilweise doch sehr schnell durch die Kurven und Abfahrten. Als dann alle einmal gefahren sind ging es zurück zum Bus und auf die finalen Kilometer bis zu unserem letzten Hotel der Tour in Wien. Damit geht’s aber dann im nächsten Teil der Tour weiter.