Mondo Verde #AllHailKingJulien

Es gibt ja nicht nur die großen Freizeitparks sondern auch die kleinen und für uns ging es am vergangenen Samstag in genau so einen. Nicht weit von uns entfernt findet man auf der niederländischen Seite der Grenze das Mondo Verde. Landschaftsarchitektur, Zoo und Freizeitpark versucht man hier zu einem stimmigen Park zu vereinen. Sollte also für jeden etwas dabei sein.

In der Nähe von Landgraaf findet man den kleinen Park, welcher nach einer Insolvenz im Jahr 2007 wieder eröffnet hat und spätestens seit 2009 auch bei uns Coasterfriends auf dem Radar aufgetaucht ist. Dazu später aber mehr.

Da wir keine nennenswerte Anreise zum Park hatten ging der Tag sehr entspannt und mit einem Frühstück zuhause los bevor wir uns bei bewölktem, aber warmen, Wetter auf den Weg nach Holland gemacht haben. Unsere Karten hatten wir schon lange über eine Groupon Deal gekauft und so mussten wir am Eingang nur noch die 4€ fürs Parken bezahlen. Den Parkplan für 2€ haben wir uns gespart obwohl wir den später eigentlich noch gebraucht hätten.

Im Park angekommen ging es dann erstmal links herum vorbei an den ersten Gehegen zum Freizeitpark Teil des Geländes. Kontiki, Achterbahn und Log Flume finden sich hier.

Freunde vom schwedischen Liseberg könnten den kleinen Zierer Coaster wiedererkennen, denn bis 2008 stand dieser dort wo man jetzt Rabalder finden kann. Heute steht der Medium Tivoli Coaster aber hier als „Wilde Tijger Achterbahn“. Vom wilden Tiger ist aber leider nicht wirklich was zu sehen. Das Layout selbst ist zwar fast etwas besonderes weil es eher selten ausgeliefert wurde aber zur Fahrt muss denke ich nicht mehr viel gesagt werden hier. Sie fährt immerhin relativ ruhig lieferte mir einen neuen Count auf der Liste.

Als nächstes kommt man dann zum Log Flume. Sehr lang und auch unerwartet nass fährt man hier ganz klassisch im Baumstamm durch einen mit Wasser gefüllten Kanal. Zuerst einen kleinen Drop und danach nochmal einen größeren. Als Zugabe gibt es dann direkt nebenan am See noch eine Nautic Jet Doppelanlage, die wir natürlich auch gefahren sind.

Die Attraktionen waren somit abgehakt und es war Zeit in die Zoo Welt des Parks einzutauchen. Passenderweise ist man hier hinten am See direkt am Highlight des Parks. Denn der Streichelzoo hat hier nicht wie üblich Ziegen oder Kaninchen sondern Lemuren, besser bekannt als King Juliens Familie. Durch eine Doppeltür geht man auf die kleine Insel auf dem See und mit etwas Glück sind sie gerade draußen. Sehr gut gefallen hat mir, dass sie selbst entscheiden können wann sie draußen sein wollen oder nicht.

Donnerstag noch im Kino, haben wir dann im nächsten Gehege auch noch Nala getroffen.

Wir hatten aber solangsam etwas Hunger und wollten uns der nächsten Besonderheit des Parks widmen. Dem All-you-can-Eat Angebot. Ja, richtig gelesen. Hier im Park hat man das Essen direkt mit beim Eintritt dabei und man kann sich frei durch das Angebot der drei verschiedenen „Restaurants“ probieren. Hier hinten im Park gibt es Pfannkuchen, im italienischen Bereich gibt es Suppe und im asiatischen Bereich gibt es typisches niederländisches Essen. Da wir keinen Parkplan hatten war es gar nicht so einfach dieses zu finden und so sind wir vorher erst noch im Tropenhaus gelandet.

Da uns die Mitarbeiter auch nicht dabei helfen konnten das richtige Restaurant zu finden sind wir einfach in den Bereich gegangen in dem wir noch nicht waren. Von oben konnte man ohne Karte nicht wirklich erkennen, dass es dort noch etwas gibt, abgesehen von den Gärten, welche wir sowieso erst am Schluss sehen wollten. Vorbei an weiteren Gehegen sind wir dann im asiatischen Themenbereich gelandet und da war dann auch endlich das passende Restaurant.

Nach dem Essen war dann die nötige Energie für den letzten Teil des Parks wieder da und wir haben uns die Gärten angeschaut. Spätestens hier hat sich das Bild bestätigt welches wir schon die ganze Zeit vor Augen hatten. Der Park ist eigentlich wirklich schön angelegt und hat auch ein ganz nettes Angebot. Jetzt aber das Problem weswegen der Funke den ganzen Tag nicht so richtig überspringen wollte. Alles wirkt einfach relativ ungepflegt. So auch hier in den Gärten, die mich eigentlich an die sehr schönen Gärten in Wien oder Göteborg erinnert haben, ist alles eher ungepflegt. Überall findet man mehr Unkraut als Pflanzen, Gewässer sind voller Algen und oft fehlt einfach das gewisse Etwas. Vielleicht waren wir auch einfach jetzt zur falschen Jahreszeit dort aber ich denke, dass der Park richtig schön sein kann, wenn er denn will.

Wir hatten somit alles gesehen und da wir schon in der Nähe waren musste der Alpine Coaster der Snow World bei Landgraf natürlich auch noch mitgenommen werden. Für 2,50€ bekommt man hier einen ganz guten Count der auch Spaß macht aber dem ein paar Meter mehr ganz gut stehen würden.