Annakirmes 2018

Die Annakirmes begann für mich dieses Jahr etwas früher als sonst. Nein nicht weil ich mir ansehen wollte wie die Schausteller ihre Geschäfte aufbauen sondern wegen der Mondfinsternis am Abend vor der Eröffnung. Normale Bilder vom Mond kann ja jeder dachte ich und so war ich pünktlich um 23 Uhr auf dem Annakirmes Platz um Bilder vom Blutmond neben den Attraktionen zu machen. Natürlich war das auch die perfekte Gelegenheit einen ersten Überblick über den diesjährigen Platz zu bekommen und auch um ein paar Bilder zu machen die man sonst eher nicht bekommt.

Nachdem mir die Beschickung im letzten Jahr kein wirkliches Highlight für mich dabei war ist der Platz dieses Jahr deutlich interessanter. Manche sagen sogar es wären zu viele Highlights für das kleine Düren. Infinity, zwei große Achterbahnen ein fliegender Teppich und noch mehr.

Tag 1

Am Sonntag Abend war es dann endlich soweit. Düren ist im Ausnahmezustand, die Straßen um den Platz an ihrem absoluten Limit und nach einem super Tag im Toverland wollte ich es mir nicht nehmen lassen den Freunden aus dem Sauerland zu zeigen wie wir hier in Düren unsere Kirmes feiern. Der Platz war gut gefüllt und wir hatten ein klares  Ziel: Infinity. Bereits vor zwei Jahren war Familie Hoefnagel mit diesem Geschäft auf der Anna und für mich in diesem Jahr das absolute Highlight auf dem Platz.

Zwei Fahrten haben wir uns noch von außen angeschaut und dann war es Zeit selbst einzusteigen und die verdrehte Aussicht über Düren zu genießen. Langsam schaukelt man sich hoch. Einfach ein Wahnsinns Gefühl wie man mit 5G und 120 km/h aus dem lauten Kirmestrubel nach oben befördert wird. Unten schnell, laut und intensiv. Oben langsam, ganz leise und isoliert. Unten fliegt man mit 120 km/h durch die Station während man oben ganz viel Zeit dafür hat sich die Stadt mal aus einem vollkommen anderen Blickwinkel anzuschauen.

Die anderen beiden haben dann noch eine Fahrt auf dem fliegenden Teppich gewagt und nachdem wir dann noch etwas gegessen haben ging es auch schon wieder nach Hause. Der Tag war immerhin schon lang genug.

Tag 2

Am Dienstag, dem Familientag der Kirmes, war ich dann mit einem guten Freund dort. Abends ab 19 Uhr war der Platz wirklich deutlich voll und man merkt, dass die Kirmes eigentlich deutlich größer sein müsste. Die Wege sind einfach zu eng und man kommt kaum vorwärts. Das hat uns natürlich trotzdem nicht davon abgehalten zwei gemütliche Runden zu drehen. Auf der ersten war dann direkt der Spinning Racer fällig.

Obwohl immer drei Wagen auf der Strecke waren und die Abfertigung wirklich schnell war mussten wir hier etwa 10 Minuten warten. Für so eine Bahn ist das aber auch kein Problem. Die Bahn macht wirklich Spaß, fährt sich super und hat auch eine gute Länge! Außerdem sehen Bahnen doch immer gut aus wenn viele Wagen unterwegs sind.

Am Ende des Platzes angekommen wollten wir dann mal die VR Option der Wilden Maus XXL testen aber leider war es zu voll und dann wird VR einfach abgeschaltet und nicht mehr angeboten. 

Ohne die Bahn gefahren zu sein ging es dann aber weiter zum nächsten Count: Spuk. Ohne den PCP wäre mir nicht mal aufgefallen, dass sowas als Achterbahn durchgeht. Also rein in die Bahn und hoch in dem engen, runden Lift. Danach fährt man durch ein kleines Tal und von dort aus ist es wie eine übliche Geisterbahn. Wenig spektakulär und dazu noch viel zu Hell im inneren. Man sollte die Bahn also wirklich eher Abends im dunkeln fahren. Aber Hey! Count ist Count und da Familientag nur der halbe Preis fällig war fand ich es okay.

Am Spin Tower sind wir auch nicht vorbei gekommen. 80 Meter über Düren sind einfach eine Fahrt wert. Leider gibt es hier aber nur einen Fall.

Wir haben uns dann noch eine Runde über den viel zu vollen Platz schieben lassen, etwas gegessen und sind danach nach Hause gefahren.

Tag 3

Der dritte Besuch der Annakirmes war bewusst ganz entspannt und ohne Kamera. Am frühen Abend haben wir eine wirklich entspannte Runde über den Platz gedreht und haben uns dann nach dem Essen für das 9D Action Cinema entschieden.

Es war auch tatsächlich gar nicht mal so schlecht wie erwartet. Der Film ist eine Achterbahnfahrt durch den Grand Canyon bei dem sogar das 3D erstaunlich gut war. Die Sitze könnten sich etwas synchroner zum Film bewegen, man darf auch gerne weniger Wind direkt ins Gesicht geblasen bekommen und der Feuereffekt war ein rotes Tuch das im Wind flattert. Insgesamt eine Attraktion die vom „Cringe-Faktor“ her kaum zu überbieten ist aber es ist definitiv mal ein Erlebnis der anderen Art.

Tag 4

Heute war wieder ein sehr entspannter Tag. Pflichtprogramm war noch Willy der Wurm und kann jetzt abgehakt werden. Ansonsten drehte ich nur eine kleine Runde über den Platz und machte noch ein paar Fotos die mir noch fehlten.

Tag 5

Freitags ist immer das Highlight jeder Annakirmes. Das Höhenfeuerwerk und für mich auch der letzte Besuch in diesem Jahr.

Bevor das allerdings losging gab es mit den Arbeitskollegen eine Achterbahn Fahrt der besonderen Art. Für einen war es die erste Fahrt seines Lebens und es hat wirklich Spaß gemacht. Der nächste Freizeitpark Fan wird es wohl aber erstmal nicht denn die Wilde Maus XXL war schon sehr Aufregend und für erste hat er auch genug von solchen großen Bahnen.

Abends kam ich dann mit einem Freund zurück auf den Platz. Ausgerüstet mit Kamera und Stativ haben wir uns dann einen guten Platz mit Sicht auf die Kirmes mit dem Feuerwerk im Hintergrund gesucht.

Da wir sowieso schon mit den Stativen unterwegs waren wurden natürlich auch noch ein paar Langzeitbelichtungen der verschiedenen Attraktionen gemacht.

Fazit

Aktuell ist es Montag und ich schreibe weiter an diesem Eintrag. Der Platz ist schon wieder halb leer und eine wirklich schöne Annakirmes liegt hinter uns. Letztes Jahr hat mir der Platz nicht ganz so gut gefallen aber dieses Jahr gab es ein Highlight neben dem anderen. Vier Achterbahnen, Infinity und vieles mehr konnten überzeugen und jetzt heißt es 355 Tage warten bis wir hier in Düren wieder auf einem bunten Platz aus dem grauen Alltag entfliehen können.