Lago di Garda Tag 2: Mirabilandia #TripleRollback

Nachdem der erste Tag extrem früh begann war das Aufstehen heute um halb 7 schon fast wie ausschlafen. Man muss aber auch dazu sagen, dass es mir sehr leicht viel aufzustehen bei der Info die wir Abends in der Lobby noch bekommen haben. Der Park wird uns früher einlassen und wir dürfen erst Katun und anschließend iSpeed ganz alleine fahren.
Nach etwa 20 Minuten Busfahrt waren wir dann auch schon in Savio am Park angekommen. Also direkt rein in den leeren Park und direkt nach Katun.

Hier war natürlich noch alles leer und wir konnten direkt einsteigen. Was eine geniale Bahn! Während die heimische Black Mamba nicht gerade hoch ist und ein sehr enges verschlungenes Layout bietet ist Katun hier genau das Gegenteil. Direkt nach dem 45 Meter hohen First Drop fährt man gefühlt endlos wieder nach oben in die Zero-G. Danach geht’s dann noch weiter mit einer Cobra Roll und zwei Corkscrews.  Zwischen den Elementen gibt es immer wieder mal ein gerades Stück auf dem man etwas durchatmen kann und am Ende kommt noch eine schöne knackige Helix. Ich kann mich nicht so richtig entscheiden welche der beiden Bahnen mit besser gefällt. Zum Glück werde ich mich wohl selten zwischen den beiden Bahnen entscheiden müssen denn sie liegen immerhin etwa 1100 Kilometer voneinander entfernt.


Eigentlich wollte ich gar nicht mehr weg von Katun aber es ging ja direkt weiter zum nächsten Highlight: iSpeed. Also einmal quer durch den immer noch leeren Park und direkt rein in die Queue. Die ersten waren schon in der Station, während ich gerade nochmal meine Kamera für ein paar Fotos auspackte. Im Augenwinkel sah ich den ersten Zug schon den Top hat hoch schießen. Nur irgendwas war falsch, denn er kam nicht auf der anderen Seite wieder runter. Rollback. Viele Coasterfans würden sowas mal gerne erleben und so machten wir die ersten Witze darüber während wir auf den nächsten Abschuss warteten. Ein paar Fotos später war es dann auch schon soweit doch schon wieder schaffte es der Zug nicht über den Hügel. Den Tipp doch erst mit halb beladenden Zügen zu starten hatte man wohl ignoriert, denn auch der dritte Abschuss war wieder nicht stark genug. Aus Spaß wurde langsam Eifersucht in der Queue. Gleichzeitig machten wir und auch Sorgen ob die Bahn geschlossen bleiben würde. Durch die OPs haben wir dann erfahren, dass man noch einmal alles neustarten und dann nochmal versuchen würde. Diesmal dann auch mit einem halb beladenden Zug. Der kam dann auch endlich rüber. Bei der nächsten Fahrt war ich dann dabei. Der Zug wurde voll beladen und abgeschossen. Auf dem Weg nach oben wurden wir immer langsamer und langsamer. Ganz knapp haben wir es dann rüber geschafft. Die Enttäuschung war für vielleicht eine halbe Sekunde da aber dann ging es rein in das geniale Layout. Die Bügel sind zwar in den Inversionen etwas schmerzhaft, wenn man nicht damit rechnet, aber die Bahn ist echt klasse! Der Drop vom Top Hat ist wirklich genial und das restliche Layout wird in einem guten Tempo durchfahren. Leider haben die Probleme unsere ERT gefressen so, dass wir nach der ersten Fahrt dann auch schon weiter gegangen sind.

Für die Counter ging es dann kurz zum Leprotto Express. Count ist Count wie man zu sagen pflegt.

Weiter ging es danach zu Master Thai. Nach kurzer Diskussion waren wir uns dann auch sicher das wir vor einem echten Möbius Coaster stehen. Das bedeutet, dass es sich um einen Duelling Coaster handelt welcher aber keine zwei voneinander getrennten Strecken hat sondern nur eine geschlossene. Nach der ersten Seite fährt man also automatisch die zweite, somit gibt es hier auch nur einen Count und keine zwei. Da hier immer eine der beiden Seiten mit VR-Gästen befüllt wird mussten wir hier recht lange anstehen. Die Bahn ist eigentlich ganz nett aber an zwei Stellen sehr merkwürdig und schmerzhaft gebogen.

Danach ging es zum Powered Coaster Rexplorer. Die Station ist hier in einer Kurve gebaut so dass  selbst hier schon geneigte Schienen sind.  Direkt danach mussten wir auch bei der Wilden Maus „Gold Digger“ recht lange warten.

Als alle mit der Bahn durch waren ging es endlich zum Essen. Es gab zwei gute Portionen und Dessert. Italiener essen anscheinend ein Hauptgericht als Vorspeise. Wir dachten schon alle fahrbaren Counts hinter uns zu haben denn Divertical wäre wohl so gut wie immer down. Doch beim Essen sahen wir, dass sie heute tatsächlich fährt und so ging es danach direkt an iSpeed vorbei zum See. Die Wartezeit war ok und dann ging es auch schon in den Wagen. Das Wetter war perfekt und so sind die meisten hier oben ohne gefahren. Sehr coole Fahrt mit einem noch besseren Splash am Ende. Ganz hinten wurde ich tatsächlich gar nicht mal so extrem Nass, viel schlimmer traf es die beiden ersten Reihen.

Vorbei am See geht es dann in die gefühlt hinterste Ecke des Parks. Leicht zu übersehen findet man hier noch einen guten interaktiven Darkride den man auf keinen Fall verpassen sollte.

Der Großteil der Gruppe ist dann auf den Log Flume des Parks gegangen während wir lieber noch ein paar Runden auf den Achterbahnen drehen wollten. So konnten wir dann auch in recht kurzer Wartezeit jeweils zwei Fahrten auf iSpeed und Katun mitnehmen bevor es zurück zum Bus ging. Ohne Frage die beiden besten Coaster der ganzen Tour für mich!