Plopsa-Waerde Frühlingstour Teil 1

Es ist Freitag Abend. Die Uhr zeigt 23:22 Uhr und ich liege auf dem Sofa. Die unendliche Geschichte im Fernsehen und plötzlich klingelt mein Handy. Da eine Person der Tour leider morgens absagen musste wurde nun spontan noch jemand als Ersatz gefunden. Ich hatte mir nicht viel dabei gedacht doch wie spontan die ganze Aktion war sollte ich erst später erfahren.
Samstag Morgen war dann ein ganz typischer Start in ein tolles Tour Wochenende. Früh aufstehen, duschen, schnelles Smoothie Frühstück und die frisch geladenen Kamera Akkus in die Tasche packen. Abgeholt wurde ich gegen halb acht. Abgesehen von einem kleinen Abstecher durch Antwerpen ging es geradewegs, auf größtenteils leeren Autobahnen, zur belgischen Küste nach de Panne.



Nachdem lange keine neue Info aus dem zweiten Auto kam sind wir im Park angekommen. Als erstes haben wir das Maya Land geentert und sind dort ein paar kleinere Geschäfte gefahren. Darunter auch ein etwas intensiverer Zierer Family Tower. Gefühlt ist diese Version etwas schneller als der heimische Tikal im Phantasialand.
Direkt danach sind die verbliebenen drei dann auch angekommen. Jetzt kam auch die Erklärung für ihre Verspätung. Sie mussten noch Wechsel Klamotten für unseren Ersatz Teilnehmer einkaufen da er Freitag Abend nichtsahnend gefragt wurde mitzukommen, nicht mehr nach Hause konnte und deswegen natürlich fast nichts eigenes dabei hatte.
Endlich komplett wollten wir uns erstmal einen Überblick verschaffen und haben eine Runde mit der Parkbahn gedreht. Nach diesem kleinen Vorgeschmack auf das was uns den Tag über erwarten wird gingen wir es weiter entspannt an und sind rüber zum Darkride „Het Bos van Plop“. Sehr schön gestaltet nur leider sehr langsam. Die Strömung ist so schwach dass man manchmal das Gefühl hat, dass die Boote anhalten. Ursprünglich ging es darin, passend zum ehemaligen Betreiber des Parks, um Bienen. Seit 2000 aber fährt man durch die Welt von Kabouter Plop, eine Niederländische Kinderserie.
Ich bin ja morgens in einem neuem Park immer etwas nervös bis die „wichtigen“ Attraktionen gefahren wurden. Trotzdem ging es nach dem Darkride erstmal weiter zum Zamperla Disk’o Coaster „De Grote Golf“.  Erst die zweite Anlage dieses Typs die ich kenne aber für mich die schönere. Als Vergleich kenne ich nur die unthematisierte aus dem Movie Park. Ganz anders ist es hier im Plopsaland. Die Anlage wurde schön in den Themenbereich rund ums Wickieland integriert und fährt spürbar sanfter über die Schienen.



Weiter ging es dann anschließend zum großen Kettenkarussell. Während es unten mittlerweile angenehm warm geworden ist, war es oben in fast 70 Metern Höhe doch recht frisch.
Jetzt wollten wir aber endlich die erste Achterbahn des Tages fahren. Glücklicherweise standen wir dann direkt schon vor „Viktor’s Race“. Einem Zierer Tivoli Large bei dem man sich doch immer wieder wundert ob man sich früher nicht für Lichtraumprofile interessiert hat…

Eine kleine Steigerung war dann auch die nächste Bahn. Auf dem Vekoma Junior Coaster „Rollerskater“ fährt man zwar durch eine Waschmaschine aber durchgeschüttelt wird man zum Glück kaum. Nur die Bremse dürfte gerne eine Nummer sanfter sein.

Direkt danach ging es schon zur dritten Bahn des Tages. Dem Mack Powered Coaster Draak. Ein typischer Powered Coaster in einem sehr schön gestaltetem Bereich. Leider war die Warteschlange im Vergleich zum Rest eher spärlich Thematisiert.

Während der Fahrt gingen die Blicke schon immer öfters nach Links zum 2017 eröffneten Heidi Bereich in den wir dann auch direkt gegangen sind. Es wäre noch ein Log Flume bei Draak gewesen den wir jedoch wegen einer längeren Wartezeit übersprungen haben. Der Bereich rund um „Heidi the Ride“ ist eigentlich schön gestaltet aber sehr langgezogen. Während man in den vielen anderen Bereichen des Parks viel Platz hat fand ich es hier doch recht eng. Doch weiter zur Bahn selbst. Wir mussten nicht wirklich lange warten und konnten direkt einsteigen. Die Fahrt mit der Bahn macht Spaß. Ein schöner kleiner Woodie mit den typischen GCI Elementen.

 


Weiter ging es dann zum Supersplash. Da aber auch hier eine der wenigen vollen Warteschlangen war sind wir weiter zum nächsten Highlight des Parks gegangen. Diese Entscheidung hätten wir fast mit einem Lost-Count bezahlen müssen. Dazu aber später mehr.

So standen wir nun also vor dem Gerstlauer Launch Coaster „Anubis The Ride“. Mit der Serie kann ich zwar nichts anfangen trotzdem gefällt mir der kleine Bereich mit der Villa ganz gut. Da wir auch hier nur ganz kurz warten mussten waren wir nach wenigen Zügen auch schon dran. So rollten wir dann auch schon aus der Station raus in Richtung Launch. Irgendwie hatte ich nicht damit gerechnet, dass der Launch besonders stark sein würde aber doch das war er. Also hoch in den Top Hat und danach durch die drei Inversionen. Am besten von diesen gefiel mir die letzte Schraube. Schön langsam durchfahren, ähnlich wie bei Helix. Nach der ersten Fahrt konnte ich gar nicht verstehen wieso jemand vorher erzählte, dass die Bahn so unruhig Fährt und einige Schläge bereit hält. Vorne war davon kaum was zu spüren. Es hat aber nicht lange gedauert bist ich eines besseren belehrt wurde. Wir sind danach direkt noch zwei mal gefahren und in den anderen der drei Reihen verteilt die Bahn gerade im Anstieg zum Top Hat einige fiese Schläge. Insgesamt gefällt mir die Bahn, auch wenn das Layout nicht so richtig einen Flow finden mag und auch trotz der Gerstlauer üblichen unruhigen Fahrt.



Solangsam wurde es später und wir sind nochmal rüber für eine Fahrt zu Heidi. Danach hatten wir uns dann zum Counten des Supersplash aufgeteilt. Während einige noch bei Heidi bleiben wollten ging es für mich und zwei andere zurück zum Splash, dem letzten Count des Tages. Als wir angekommen sind wollten wir unseren Augen nicht trauen denn die Bahn war bereits geschlossen. Kurz vorher habe ich sie aber noch fahren sehen und auch ein Blick in die Station zeigte, dass noch Gäste da sind. Was soll schon schiefgehen dachten wir uns und sind vorsichtig durch den Ausgang rein. Ich habe direkt den nächsten Mitarbeiter angesprochen ob wir möglicherweise noch mitfahren könnten. Erst hieß es nein die Bahn hätte technische Probleme aber nach ein paar weiteren Fragen und der Antwort, dass nur noch ein Wagen heute fahren wird hatte ein anderer Mitarbeiter bereits die verbliebenen Gäste durchgezählt und erkannt das noch Platz für uns sein würde. Sichtlich erleichtert konnten wir dann einsteigen und in den Lift rollen. Die Abfahrt macht Spaß und die Tatsache das wir nicht wirklich nass geworden sind fanden wir gut denn das Wasser machte wirklich keinen schönen Eindruck.

Jetzt war alles wichtige geschafft und die meisten auch langsam müde vom langen Tag. So sind wir dann zum kleinen Bauernhof im Park gegangen und haben dort noch eine kleine Runde gedreht während drei von uns nochmal den Darkride gefahren sind. Zu diesem Zeitpunkt war ich so müde das ich darin wohl eingeschlafen wäre 🙂 Da der Ride ja so langsam ist hatten wir nach der Runde noch etwas Zeit. So habe ich noch ein paar Fotos von Anubis gemacht und mein mitgebrachtes Essen geplündert. Pizzaschnecken und selbst gemachte gebrannte Mandeln sind super Energie Lieferanten für so lange Tage!


Als wir dann wieder komplett waren verließen wir den Park und sind nach de Panne zu unserem sehr Hotel gefahren. Auf anderen Freizeitpark Touren gibt es ja bekanntlich schon mal die ein oder andere ERT. Wir hatten unser eigenes Hotel. Ganz für uns alleine. Nachdem sich alle eingerichtet und frisch gemacht haben ging es einmal quer durch de Panne zu Fuß zum Strand und als Abschluss des Tages waren wir dann noch Essen. Momente in denen man sich immer wieder bewusst machen sollte das es einem sehr gut geht. Bestes Wetter, Wochenende, ein schöner Freizeitpark und unterwegs mit schönen Menschen. Kaum zu toppen!

Zurück im Hotel haben wir noch den nächsten Tag besprochen. Eigentlich war nur Plopsa de Panne geplant aber da wir schonmal in der Nähe sind wollten vier von uns Bellewaerde am nächsten Tag besuchen.