Hallo Alexa!

Tja lange habe ich sie ignoriert. Digitale Assistenten. Siri, SVoice, Cortana und Co. haben mich nie wirklich interessiert. Mobil hatte ich bisher noch nie das Bedürfnis irgendetwas mit meiner Stimme zu steuern. Im Auto habe ich zwar Samsungs S Voice mal eine Chance gegeben um Nachrichten zu schreiben aber dafür war mir die Spracherkennung dann noch zu ungenau.

Seit einigen Wochen gibt es jetzt aber Alexa von Amazon und in den eigenen Wänden macht es dann für mich wieder Sinn wenn man Dinge erfragen kann und Dinge mit der eigenen Stimme steuern kann. Es gibt viele Informationen die man sich täglich teilweise sogar mehrfach einholt und man dafür dann jedesmal zum Smartphone greifen muss. Dank Alexa kann ich in Zukunft einfach fragen wie das Wetter wird, welche Neuigkeiten es so gibt oder welche Musik ich gerne hören würde.
Als Anfang habe ich mir den Echo Dot und eine steuerbare Steckdose (Insight Switch) von Belkin bestellt.

Amazon Echo Dot
Wemo Insight Switch

Installation

Kommen wir als erstes zur Installation der beiden Geräte. Beides ist eigentlich selbsterklärend und vom Prinzip ähnlich. Man muss die jeweilige App auf dem Smartphone installieren, das Gerät einmal mit selbigem verbinden und dann die Wlan Verbindung einrichten. Die Verbindung zwischen der Steckdose und Alexa ist dann auch nicht weiter kompliziert. Man muss den „Remote Access“ des Insight Switch aktivieren und Alexa dann anschließend nach neuen Geräten suchen lassen. Wenn das funktioniert hat kann man ihr nun einfach sagen das sie die Steckdose einschalten soll. Da ich meine Steckdose „Fernseher Beleuchtung“ genannt habe kann ich diese nun einfach mit dem folgenden Satz einschalten: „Alexa schalte die Fernseher Beleuchtung ein“.
Insgesamt hat das ganze ein etwa eine halbe Stunde gedauert, wobei wohl das umstecken meiner Steckdosen am Fernseher die meiste Zeit davon eingenommen hat.

Funktionen

Doch was kann meine neue Mitbewohnerin denn jetzt alles? Grundlegend kann man sie so ziemlich alles Fragen was man gerade wissen möchte.
„Wie wird das Wetter morgen?“
„Was läuft heute im Kino?“
„Wie weit ist XY entfernt?“
In der Regel kommt entweder eine sinnvolle Antwort oder sie sagt, dass sie es noch nicht weiß. In solchen Fällen kann man dann über die Alexa App eine Web Suche starten. Bisher konnte ich allerdings auch schon einen Fall finden bei dem die Informationen nicht stimmen. Bei der Frage wie weit denn das Phantasialand von mir entfernt ist bekam ich als Antwort nicht nur die Entfernung sondern auch Informationen zu den Öffnungszeiten. Was ja an sich keine schlechte Idee von Alexa ist. Während Google aber weiß, dass der Park aktuell geschlossen hat (Ich sag nur Off-Season…) sagte Alexa, dass der Park morgen mit den normalen Öffnungszeiten geöffnet hätte.

Deutlich mächtiger wird sie aber wenn sie wirklich als Assistent arbeiten soll. Man kann mit ihr Einkaufslisten und To-Do Listen pflegen, Timer & Wecker stellen, Termine erstellen und vieles mehr. Mit sogenannten Skills man noch mehr Funktionen hinzufügen und somit sogar ein Taxi oder Pizza bestellen.

Die Skills selbst sind recht einfach zu entwickeln, deswegen findet man auch schon viele und sogar viele lokale Skills. Während es lustige Skills wie die „Magische Miesmuschel“ gibt kann man sich auch den Skill von Chefkoch.de installieren und sich das aktuelle Gericht des Tages vorlesen lassen. Generell muss man aber sagen, dass aktuell die meisten der verfügbaren Skills sehr einfacher Natur sind und wenig helfen können. Die Zukunft wird zeigen welche Skills noch entwickelt werden. Die Technik bietet meiner Meinung nach jedenfalls großes Potential unser Leben nachhaltig zu verändern.

Ich selbst bin sehr gespannt darauf wie sehr ich Alexa dann in den nächsten Wochen wirklich benutzen werde. Wie viel Funktion bleibt übrig wenn der erste Hype verflogen ist? Vielleicht finde ich ja auch noch einen Use-Case den Alexa aktuell nicht bedienen kann welchen ich dann selbst versuchen werde als Skill umzusetzen.